Mit „Skurriles“ getaggte Treffer aus Blaster-Blog

In the army. Now?

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Zugegeben, der Titel dieses Beitrags erfordert schon gewisses Mitdenken (und Kenntnis von 80er Jahre Pop-Musik). Macht ja aber nichts. Sprechen wir also heute mal über militante... äh, militärische Begriffe im Blaster.

Wie komme ich ausgerechnet darauf? Wegen dem hier:

COL_Lein_photo.jpg

Das ist der Kommandant des Landstuhl Regional Medical Center, dem Ort, an dem Irak-Verwundete in Deutschland behandelt werden. Der Colonel hat einen ganz speziellen Blick, oder? (Und ein spezielles Ohr, aber mein Gott, dafür kann er ja nix).

Jedenfalls, Militär. Was sagt der Blaster dazu?

Wir haben eine Armee, die ist sogar angezogen, denn es gibt Armeebekleidung. Wobei, die Roboterarmee wird dann wohl doch nichts davon tragen. Es gibt ein paar eigenartige Untergruppen wie die Volksarmee und die Heliumarmee. Auch die Heilsarmee ist natürlich vertreten, wenngleich sie nur wenig militärisches hat.

Viel mehr damit zu tun hat das Militärgericht, kein erstrebenswerter Ort für den Militärpolizisten, den Blastersoldat oder den Elitesoldat.

Heutzutage wird ja ohnehin ein Hightechkrieg geführt. Nicht, dass homöopathischeKriegsführung irgendwie sinnvoller wäre. Aber besser als Kriegstreiber sind  Kriegsgegner allemal.  WirdemonstrierengegendenIrakkrieg! Warum? Weil die USA aus dem Vietnamkrieg offenbar nichts gelernt haben. Sicher, der abgebildete Colonel würde uns da nicht zustimmen, er steckt mitten in der Kriegsmaschine. WennMorgenFriedenwäre hätte er aber sicher immer noch Arbeit.

Achtung Achtung! Der philippinische Gesundheitsminister Francisco Duque rät:

„Schmutzige Geißeln können zu Tetanus und anderen Infektionen führen.“
Sein Rat an die Freiwilligen: Vor dem Auspeitschen gegen Tetanus impfen lassen und darauf achten, dass die „Geißeln gut gewartet sind“.

Dies dokumentiert Spiegel Online in einem Artikel über bizarre Osterrituale. Nicht nur auf den Phillippinen sind diese verbreitet:

Weltweit gibt es unter Katholiken zum Karfreitag schmerzhafte Rituale. Gläubige gehen den Jesu Leidensweg mit riesigen Kreuzen nach, peinigen sich, indem sie große Holzstapel auf ihrem Rücken tragen.

Die Geißelungen sind also vielfältig. Eisennägel in die Hände, Bambusstöcke auf den eigenen Rücken schlagen... Warum sind die Prügelstrafenfetischisten im Blaster eigentlich nicht so kreativ? Hier ist immer nur die Rede vom „nackten Po“, auf den wahlweise mit Händen, Reitgerten oder Stöcken eingehauen wird. Hat sich irgendein Prügelstrafenfan im Blaster schon mal freiwillig aus religiösen Gründen ans Kreuz nageln lassen, hm? Nee. Ihr braucht Inspiration, Leute! Ab auf die Philippinen. Und immer dran denken: Tetanusimpfung. Echt wichtig!

Ein kleiner Blick in die ausführliche Such-Statistik hat wieder mal interessante und weltbewegende Fragen zu Tage gefördert. Ein paar Ausschnitte der gestrigen Fundstücke:

  • So hat sich doch tatsächlich jemand gefragt: „Wie viele Gitarren hat Tom von Tokio Hotel?“ und sich eine Antwort bei Tokio-Hotel-nackt-gesichtet erhofft.
  • Zu der Frage „warum frauen schlapen sind“ habe ich allerdings erst mal eine Gegenfrage: was sind Schlapen? Sind Schlappen, schwäbisch (?) für Schuhe, gemeint? Oder fehlt ein m? Das wäre aber nicht nett. Immerhin, es waren keine nackten Frauen gewünscht …
  • Die Frage nach „Wer schrieb die Blechtrommel?“ kann ich ausnahmsweise beantworten: Günter Grass. Die Blechtrommel war sein erster Roman und erschien 1959. Hab ich das nicht toll recherchiert?
  • Bei der Frage nach „Wie erstellt einen Futterplan für Mutterschafe“ weiß ich aber leider auch nicht weiter und habe keine Lust zu recherchieren.
  • „nivealos in english“ – laut Öko-Test sollte man, wenn ich mich recht erinnere, auf Nivea auch auf Deutsch verzichten, da in (vielen) Nivea-Produkten bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten sind.
  • Was eine Suche nach „Leute die Ficken“ zu Tage fördern soll ist mir nicht wirklich klar. Nackte Frauen-Abbildungen?
  • „Was ist eine Traumfrau?“ Tja, Junge, wenn Du das nicht weißt, vielleicht solltest Du Dich dann doch nach nackten Männern umgucken?
  • Die folgende Frage lässt dich für Deutschland zum Glück verneinen: Henkerinnen gibts die?“ Es gibt in Deutschland übrigens auch keine Henker …
  • Warum sucht jemand sowas bei Google: „meine schwester im sommerkleid“?
  • „warum pds“ – das habe ich mich auch schon gefragt; aber die heißen ja nun anders.
  • Und zum Schluß für heute: „Wie gebe ich mir am besten den finger in das muschi“ – ohne Worte …

 

Nun, ich glaube, ich sollte öfter die Suchmaschinen-Statistik analysieren, da kommt ja so einiges zu Tage ...

Achso, wieviele Gitarren hat Tom von Tokio Hotel denn nun? Keine Ahnung, ich weiß auch nicht wieviele Bill, Georg oder Gustav haben, da solltest Du sie einfach selbst fragen.

Gestern Nacht bekamen wir eine freundliche Mail vom Google-AdSense-Team, weil wir im Assoziations-Blaster gegen die Google-AdSense-Richtlinien verstoßen würden und Google-Anzeigen auf Seiten mit vermeintlich „nicht-jugendfreiem Content“ schalten. Wir mögen das doch bitte innerhalb von drei Tagen beheben. (Ja, irgendwie häuft sich das Thema Jugendschutz in den letzten Tagen etwas ...)

Es geht um das Stichwort Penisex und dort wohl um die beiden folgenden Texte:

mcnep schrieb am 19.7. 2003 um 16:11:45 Uhr über
Penisex

Ein Pillenund Salbenpräparat mit einer starken Werbepräsenz in den Printmedien der 70er und 80er Jahre; Noch heute sehe ich es vor mir, das dem juvenilen Betrachter aus der ADACZeitschrift oder TV Hören und Sehen entgegenblitzende Pärchen, zu dessen rechter Seite der unübersehbare Helvetica–Schriftzug PENISEX die Verfestigung partnerschaftlicher Verbundenheit versprach. Für Kinder ist die Lockkraft merkantiler Versprechen gleich gar noch größer als für Erwachsene, und so schien es mir eine ausgemachte Sache, daß ich nur mit der nebenan beworbenen Röntgenbrille durch die sommerliche Stadt gehen müßte und, nachdem ich mir ein begehrenswertes Exemplar ausgesucht hätte, diesem ein paar Tropfen Penisex in die Cola applizieren müßte, um hernach in unerhörten Wonnen zu schwelgen. Penisex ist inzwischen wohl in die Kuriositätenabteilung des Apothekerschranks gewandert, doch dem Werbemenschen, der auf diese Art zwei Worte in meinem Kopf zu einer hierogamischen Einheit verkuppelt hat, könnte ich heute noch Sambal Oelek in die Tube schmuggeln.

sowie:

tullipan schrieb am 7.7. 2007 um 18:59:22 Uhr über
Penisex

Edgar bereute es jetzt, sich als Testperson für die Versuchsreihe dieses neuen Mittels anwerben zu lassen.
Nun, die Mietrückstände waren endlich beglichen, er hatte die Alimente für seine Ex für drei Monate im voraus auf ein eigenes Konto deponiert und seit Monaten war der Kühlschrank wieder einmal voll.
Trotzdem, eben erst hatte er sich eine frische Dose geschnappt, aber nicht einmal das Bier schmeckte ihm.
Verdammt.

Da die Mail automatisch generiert aussieht, vermute ich, dass der Google-Bot hier einfach bei der automatischen Textkategorisierung durcheinander gekommen ist und/oder keine passenden Anzeigen gefunden hat. Nach dem Motto: die Buchstabenkombination s, e, x und schon landet der Text im Töpfchen für nicht-jugendfreie Inhalte? Da sieht man mal wieder: Computer sind eben doof und maschinelle Textkategorisierung funktioniert nur eingeschränkt.

Gelegentlich wird ja auch Google für die freundliche Kommunikation gelobt. Mal gucken, was die Mitarbeiter nun auf die Frage, ob sich hier der Bot vielleicht geirrt hat oder ob sie wirklich der Ansicht sind, dass die obigen Texte nicht-jugendfrei wären, antworten.

Auf jeden Fall habe ich bei dem Stichwort vorerst die Assoziationen (Verzeihung: Anzeigen!) von Google abgeschaltet und gehe davon aus, dass sie damit auch in dem Falle zufrieden sind, wenn die obigen Texte im Hause G. als jugendgefährdent gelten. Auch ohne Werbung bei „Penisex“ kann der Blaster durchaus weiter finanziert werden ...

organigramm.png

Erst gestern berichtete ich über komische Mails, die gelegentlich bei uns aufschlagen. Und dann kam heute von einem "E.Neumann" (Namensnennung auf Wunsch des Absenders) eine Mail, bei der ich mich fragte, ob sie nicht vielleicht doch von Alfred E. Neumann stammt. Mit Anhängen ist die Mail rund sechseinhalb MB groß, der Text wirkt sehr alternativ:

Date: 21. November 2007 18:33:52 +0100
From: E.Neumann
To: Assoziations-Blaster
Subject: Haben Sie ...

Grüß Sie Gott, zusammen,

...  die Bereitschaft, die über die Attachments grob skizzierte Geschichte,
welche Sie sicher interessieren dürfte/sollte bzgl. deren (investigativer)
Publizierung zu unterstützen und uns so - bewusst von ausserhalb Bayerns
kommende - Hilfe zuteil werden zu lassen?

Danke und Grüße aus Bayern, Ihr E████ Neumann

 PS.: die Projektbeschreibung ist bsw. die Referenz-Publikation in der
       Galileo Image-Broschüre des Bayerischen Wirtschaftsministerium
       zur Satelliten-Navigation und so gleichzeitig Anachronismus in
       Reinstkultur, denn während man uns hier positiv positioniert wirken
       gleichzeitig andere - auch politische - Kräfte eher in Richtung
       unseres Unterganges

 

satelliten-navigation.png

Tja, da frage ich mich doch: was will der Mensch? Warum schreibt er an die Info-Adresse des Assoziations-Blasters? Ich bin ja jemand, der andere gerne verstehen möchte. Will der Absender mir ein Schadprogramm, vielleicht gar den Bundestrojaner, unterschieben (schlechte Chancen, ich kann meinen Computer bedienen)? Oder ist er ein Spammer? Letzteres wohl nur bei sehr weitgehender Definition.

Ein Blick in die Anhänge (wie gesagt: über sechs MB!) hilft auch nicht wirklich weiter: Da ist dann ein komischer englischer Text, "Media Future", "patient magazine", "Satellite Navigation", und ein Bild von Herrn Neumann. Ah, auf der nächsten Seite steht das gleiche in deutscher Sprache: "Mit Satelliten-Navigation in die Medienzukunft", "GSM Workflow", ... Ich verstehe immer noch nur Bahnhof. Satelliten, Ärzte, Werbung (Streuverlust-Minimierung!), GSM, regionales Gewerbe, Expansions-Perspektiven – und das alles in einer Zeitschrift. Aber egal, ist bestimmt was ganz tolles.

Ein PDF mit ein paar Seiten einer Zeitschrift waren auch dabei,

business-crime.jpg

"BIG Business Crime", mit G8-Kritiker-Foto, den Ausschnitt rechts wollte ich Euch nicht vorenthalten. Nur was das mit dem Rest zu tun hat ist mir nicht wirklich klar.

Außerdem ist noch ein Organigramm des konkret offen gelegten Beispieles nur eines exemplarischen Beziehungs-Geflechtes zum Nachweis der IG Glaubwürdigkeit (siehe Bild oben) mit dabei. Aha! Jetzt wird alles klar, oder?

Wenn ich so die sechseinhalb MB Anhänge durchgehe stelle ich fest:  ganz großes Theater, aber ich verstehe leider immer noch nichts. Die folgenden Personen, Dinge und Taten spielen (zusätzlich zu den Genannten) mit: Lothar Späth, eine Softwarefirma, Medizin, Werbung, Geodaten, Galileo, Business Crime, ein Förderpreis, das Mittelstandsprogramm, small business, Erpressung, Aktenordner, die Bayerische Staatsregierung und das alles in einem "kollegialen Hilferuf" verpackt.
Der Oberbösewicht ist Hans-Georg Jakob M█████-R█████ (vorsorglich geschwärzt), ein angeblich einschlägig vorbestrafter Wirtschaftskrimineller. Es geht um die Große Verschwörung bis hin zu Franz-Josef Strauß. Ui, das ist in Bayern gefährlich, Majestätsbeleidigung und so!

Und der Held des Stückes, das dürfte dann wohl Alfred E. Neumann sein. Er ärgert sich wohl so über Herrn M.-R. und dessen (natürlich nur angeblichen!) 90 Millionen Euro-Betrug, dass er nicht in der Lage ist, verständliche E-Mails zu schreiben. Aber immerhin, er hat wohl die IG Interessensgemeinschaft Geschädigter von Hans-Georg Jakob, Elisabeth und Susanne Maria M█████-R█████ ins Leben gerufen.

Nun, vielleicht ist das alles auch nur ein 20W-AKW oder 50W-AKW, als Nachfolger des 6Wort-Assoziationskunstwerks (6W-AKW)?

Kontaktanzeige

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Ich bin ja nicht der Typ, der sich leicht überraschen lässt. Aber ganz ehrlich, so eine Kontaktanzeige hab ich noch nie gesehen. 

Du bist weiblich, liest die Sperrmüll? Fühlst Dich manchmal wie Sperrmüll? Dann könnte ich, männlich, 33 Jahre, Dein Müllwagen sein. Lust auf eine Probefahrt?

Ehrlich, ich bin sprachlos. 

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